" Erika Posts plastische Arbeiten legen ihre Materialität auf den
ersten Blick nicht offen: Schamottierter Ton, teilweise mit Eisenoxid versetzt und
Monochromie mit Rost überzogen. Fehlende Farbigkeit steigert die Intensität.
Mit dieser Beschränkung vermeidet und umgeht die Künstlerin bewusst die
materialästhetischen Versuchungen, die im Besonderen dem Werkstoff Keramik
innewohnen. Erst die Nähe der Betrachtung oder eine Berührung bringt Erkenntnis:
Der spröde, raue Stoff ist Ton. Zweischichtigkeit und Mehrdimensionalität des
künstlerischen Konzeptes offenbaren sich bereits in diesem bewussten
Verfremdungsmoment und der Beschränkung. "
Jutta Meyer zu Riemsloh M.A.
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